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Christkindlesmarkt in Nürnberg


Ein Gang über den berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt inmitten der festlich geschmückten Altstadt ist wie ein Ausflug ins Weihnachtswunderland: Frisch duftender Lebkuchen soweit das Auge reicht, liebevoll aufgereiht in den Glaskästen, in denen die Lichterketten der grünen Tannenzweigdekoration funkeln, rustikale und einladende Holzhütten, an denen in gemütlicher und uriger Atmosphäre heißer Glühwein ausgeschenkt wird und eine historische Postkutsche, die sich mit Glöckchenläuten und Hufgeklapper ihren Weg zum Weihnachtspostamt durch die Nürnberger Altstadt bahnt. Willkommen auf dem fränkischen Weihnachtsmarkt, der nicht nur die Nürnberger verzaubert!

Eine Nürnberger Weihnachtstradition seit Jahrhunderten

Wann der Nürnberger Christkindlesmarkt erstmals stattfand, ist nicht bekannt – so alt ist der Weihnachtsmarkt schon. Einer der ältesten Nachweise ist eine Schachtel aus Nadelholz und liegt im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die Inschrift darin verweist auf das Jahr 1628 und den „Kindles-Marck“. Die altertümliche Bezeichnung „Christkendleinsmarck“ wurde jedoch 1697 ausdrücklich dokumentiert und spätestens seit diesem Zeitpunkt vor mehr als drei Jahrhunderten muss der weihnachtliche Charakter des Marktes entstanden sein. Zuvor wurden hauptsächlich alltägliche Waren verkauft, wie Historiker vermuten. Briefe des Nürnberger Ratsherren Willibald Pirckheimer (1470 bis 1530) erzählen jedoch von Nonnen, die bereits im Jahre 1530 nach Gewürzen auf dem Markt suchten. Wahrscheinlich ist damit der frühe Christkindlesmarkt gemeint.

Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts rückte der Christkindlesmarkt in den Hintergrund und wurde zeitweise sogar vom Hauptmarkt verlegt. Erst 1933 kehrte er zurück und wurde mit einer als Christkind verkleideten Schauspielerin zeremoniell wiederbelebt. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Weihnachtsmarkt jedoch pausiert – erst 1948 wurde er in der zerstörten Altstadt wiedereröffnet. Dieses Mal mimte die Nürnberger Schauspielerin Sofie Keeser das Christkind und seit 1966 trägt eine junge Frau das Amt des Christkinds für jeweils zwei Jahre. Zwei Highlights in der Geschichte des Nürnberger Christkindlesmarktes ergaben sich 1986 mit der Erweiterung um den Markt der Partnerstädte und 1990 um die Nürnberger Kinderweihnacht.