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Der Christstollen

Christstollen

Wenn die Familie in der Adventszeit beisammen sitzt und Kaffee trinkt steht oftmals auch ein Christstollen auf dem Tisch. Genießer des traditionellen Hefegebäcks kann man – zumindest grob – in zwei Gruppen unterteilen. In die Gruppe, die den Christstollen ZUM Kaffee genießt. Und die Gruppe, die den Stollen “tunkt”, also in den Kaffee stippt und dann isst. Woher kommt der Christstollen, warum die Form und wie lange hält er? Was hat er mit Weihnachten zu tun? Diese und weitere Fragen rund um den Christstollen möchten wir hier beantworten.

Der Christstollen und seine Form

Vielleicht gehören auch Sie zu den Menschen, die sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben, warum der Christstollen aussieht, wie er nun mal aussieht. Tatsächlich ist es aber so, dass der Christstollen seine Form aus einem ganz bestimmten Grund hat. Denn die Form des Christstollens soll an das gewickelte Jesuskind erinnern – den Puderzucker bzw. die Zuckerglasur interpretiert man als Windel.

Herkunft Christstollen

Wie so oft sind sich auch beim Thema Christstollen die Forscher nicht komplett einig. Vermutet wird jedoch, dass der Stollen seinen Ursprung bereits in der vorchristlichen Zeit hat. Damals wurden Stollen für die Rauhnächte, die zwölf Nächte vom Weihnachtstag bis zum 6. Januar, gebacken. Um die Seelen der Verstorbenen zu bewirten, buk man 103 Brote. Der Name Christstollen oder Weihnachtsstollen kam erst viel später auf.

Ein Butterbrief für den Christstollen

1447 wurde der Dresdner Christstollen erstmals urkundlich erwähnt. Damals war der Stollen noch als Fastengebäck bekannt und bestand nur aus Mehl, Wasser und Hefe. Milch oder gar Butter waren damals von der katholischen Kirche untersagt. Davon wollten Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht allerdings nichts wissen und baten den damaligen Papst Innozenz VIII das Verbot aufzuheben. Mit dem sogenannten “Butterbrief” wurde das Verbot 1491 schließlich aufgehoben.

Dresdner Christstollen

Seinen Ruf als berühmtester Christstollen hat der Dresdner Stollen wohl auch wegen August dem Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen. Zu Ehren des jeweiligen Landesherren wurde im 16. Jahrhundert alljährlich ein großer Stollen ins Dresdner Schloss gebracht. Der mit 1.800 Kilo Gewicht schwerste Stollen ging an August den Starken, der wiederum das Hefegebäck mit 24.000 Gästen beim Zeithainer Lustlager teilte.

Was gehört in den Christstollen – und wie wird er gebacken?

Christstollen selber backen

In einen Weihnachtsstollen gehören natürlich weihnachtliche Zutaten. Selber backen ist ganz leicht. Für den Hefeteig werden folgende Zutaten benötigt:

  • 75 g Butter
  • 100 ml Milch
  • 375 g Mehl
  • ein Würfel Hefe
  • 50 g Zucker
  • eine Packung Vanillezucker
  • 2 Eier
  • 175 Butter (am besten weich!)

Alles in eine Rührschüssel geben und gut durchkneten bis ein glatter Teig entstanden ist. Dieser muss nun einige Zeit ruhen und aufgehen.

200 g Rosinen und 100 g Korinthen werden am besten über Nacht schon in Rum eingelegt, ca. 100 ml dürften genügen. Diese kommen ebenso in den aufgegangenen Teig wie auch jeweils 100 g Orangeat, Zitronat und gemahlene Mandeln. Danach wieder ruhen lassen.

Hat der Teig genug geruht, so wird er am besten auf der bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt um dann wieder zu einem Stollen aufgerollt zu werden. Im vorgeheizten Backofen muss der Weihnachtsstollen dann bei etwa 160 Grad (Ober-/Unterhitze) ca. 50 Minuten backen.

Den noch warmen Stollen anschließend mit Butter bestreichen und auskühlen lassen. Dann kommt noch der Puderzucker drauf – fertig!

Wie lange hält der Christstollen?

Der Christstollen ist, wenn er unter 15 Grad kühl und trocken gelagert wird, mehrere Wochen haltbar. Viele schwören eh darauf, dass der Stollen frühzeitig gebacken werden muss damit die Gewürze einige Tage Zeit haben richtig durchzuziehen. Die lange Haltbarkeit ist durch den hohen Zuckeranteil der Früchte begründet, dieser konserviert den Stollen.

Christstollen bestellen

Natürlich ist der Christstollen nicht nur in Dresden, sondern auch in ganz Deutschland und auch in Nürnberg ein beliebtes Gebäck zur Advents- und Weihnachtszeit. Wer sich nicht die Mühe machen und selbst backen mag, der hat natürlich auch die Möglichkeit, einen Christstollen zu bestellen. Wir bei Lebkuchen-Schmidt haben den Nürnberger Christstollen im Programm. Das köstliche Hefegebäck können Sie ganz leicht in unserem Online-Shop bestellen. Wir wünschen Ihnen guten Appetit!

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