Weiße Weihnacht

Weiße Weihnacht – wann gibt’s das mal wieder so wie früher? Jahr für Jahr träumen viele Menschen davon, dass es pünktlich zu Heiligabend endlich wieder schneit und dabei erinnern sie sich verträumt an vergangene Zeiten. Während Bing Crosby im Radio "I'm dreaming of a white christmas" singt, warten wir also ungeduldig auf den ersten Schnee, der sich wie eine Decke über die Felder und Wiesen legen soll, während wir daheim gemütlich Glühwein oder heiße Schokolade schlürfen und Lebkuchen naschen – meist vergeblich.

Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnacht in Deutschland?

Die traurige Wahrheit sieht leider nicht so aus, wie Sie es womöglich in Erinnerung haben: Weiße Weihnacht ist mehr ein Glücksfall als Tradition. Die Tage um Weihnachten herum waren in Deutschland schon immer vergleichsweise mild – auch vor Jahren schon. Das beweist zum Beispiel ein Blick in historische Wetterkalender. Kurz gesagt: Die Chancen auf Schnee zum Fest stehen also auch in diesem Jahr eher schlecht als recht. Da hilft nur ein Weihnachtswunder. Wer sein Glück versuchen möchte, feiert Weihnachten am besten in München: Da ist die Schneewahrscheinlichkeit von allen Großstädten Deutschlands am höchsten, sagt der Deutsche Wetterdienst. Doch wo gibt es dann eigentlich garantiert weiße Weihnacht wie im Bilderbuch?

Drei Dinge, die gegen Schlitten-Sehnsucht helfen:

Auf ins Winterwunderland – in die verschneiten Berge!

Wie wäre es mit Ski-Urlaub zu Weihnachten? Glühwein trinken und Nürnberger Lebkuchen essen geht auch in einer gemütlichen Berghütte in Skigebieten. Schnee? Den gibt es da in Massen! Ein Ausflug lohnt sich zum Beispiel in das sächsische Erzgebirge – das wird auch gern als das Weihnachtsland Deutschlands bezeichnet. Hier gibt es nicht nur eine erhöhte Chance auf frischen Schnee, sondern auch jahrhundertealte Traditionen und Bräuche, die sich Besucher in Form von Kunsthandwerk zum Beispiel auf den Weihnachtsmärkten oder in barocken Schlössern und Burgen ansehen, in denen ausgelassen Weihnachten gefeiert wird.

Ski-urlaub
 

Auch in den Alpen ist die Erwartung an Schnee vergleichsweise hoch. Schneefall ist an Heiligabend und den beiden Weihnachtstagen zwar noch immer ein Glücksfall, aber zumindest eine flache Schneedecke ist durchaus möglich. Wer den Schnee nicht dem Zufall überlassen, sondern auf Nummer sicher gehen möchte, muss zur Zugspitze in den östlichen Alpen: Der höchste Berggipfel in Deutschland meldet zwar auch schmelzende Schneemassen aufgrund immer wärmerer Temperaturen, doch die Schneedecke ist noch da. Als Alternative ist auch das Wintersportgebiet Davos in der Schweiz ein beliebtes Ziel für den Weihnachtsurlaub.

Weiße Weihnacht im Ausland – die perfekten Reiseziele

Ausflüge in die Alpen, nach Österreich oder in die Schweiz sind zwar gut und schön, aber reichen Ihnen dünne Schneedecken in den Skigebieten, die teils mit Kunstschnee geschaffen werden? Den tiefsten Schnee, mit dem Sie und Ihre Kinder Schneemänner zum Leben erwecken können, werden Sie hier vermutlich auch nicht finden – dann muss der Reiseradius schon deutlich vergrößert werden: Reisen Sie gen Norden. Nein, nicht direkt zum Nordpol, aber nach Dänemark oder sogar Norwegen! In den skandinavischen Ländern ist das Wetter nämlich nicht so schmuddelig-mild wie in Deutschland. Auch in Osteuropa geht es zur Weihnachtszeit deutlich winterlicher zu. Beliebt sind deshalb zum Beispiel Reisen nach Prag, die goldene Stadt sieht bei Schneefall nämlich unbestritten märchenhaft aus.

Die schönsten und verschneitesten Urlaubsziele sind allerdings noch weiter weg und sind damit entsprechend kostspielig: Die Skiregionen Mount Baker im US-amerikanischen Washington und Alta in Utah, das Alyeska Resort in Valdez, Alaska oder das vermutlich schneereichste Skigebiet von allen: Gassan in den japanischen Alpen, das unter anderem von der kalten Luft aus Sibirien und der Feuchtigkeit der japanischen See profitiert. Ein Winterurlaub in Kanada verspricht ebenfalls Schnee ohne Ende – auch an Weihnachten.

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