Das Christkind

An Heiligabend kommt das Christkind – vor allem in Süd- und Westdeutschland, aber auch in Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern. Die Position als Symbolfigur und Gabenbringer des Weihnachtsfestes teilt sich das Christkind mit dem Weihnachtsmann und dem Nikolaus. Man sagt, das Christkind komme an Heiligabend in der Nacht zum 25. Dezember und bringe völlig ungesehen Geschenke für die Kinder. Besonders oft wird das Christkind dabei als junges Mädchen mit blonden Haaren und blauen Augen dargestellt, das an eine himmlische Engelsgestalt erinnert und sogar Flügel und Heiligenschein trägt.

Woher stammt die Figur des Christkindes?

Das Christkind hat protestantische Wurzeln. Seit der Erfindung im 16. Jahrhundert, als Kinder noch am Nikolaustag am 6. Dezember oder am „Tag der unschuldigen Kinder“ am 28. Dezember beschenkt wurden, hat sich das Christkind aber stark gewandelt. Die Protestanten lehnten die Heiligenverehrung ab, und damit auch die Verehrung des Nikolauses. Mit der Reformation sollte ein Geschenkebringer aber nicht fehlen – und das Christkind wurde als Ersatz für den Nikolaus geboren. Damit wurde der Brauch des Schenkens im Laufe der Zeit auch vom 6. Dezember auf den ersten Weihnachtstag oder Heiligabend verlagert.

Welche Rolle spielt das Christkind heute?


Auch heute noch erzählen Eltern ihren Kindern, das Christkind bringe an Heiligabend die Geschenke. In vielen Familien war es vor einigen Jahren noch Gang und Gebe, dass jemand verkleidet als Christkind auftritt, um die Geschenke zu bringen und Kinder einen Blick erhaschen zu lassen. Um Kindern das Gefühl zu geben, dennoch mit dieser mythischen Figur in Kontakt treten zu können, können die Kleinen ihre weihnachtlichen Briefe zur Adventszeit an Weihnachtspostämter senden. Normalerweise werden diese dann vom „Christkind“ beantwortet. In der jüngeren Vergangenheit diente das Christkind jedoch zunehmend als Werbefigur – unter anderem auf Weihnachtsmärkten.

Weihnachtsmärkte

Das Nürnberger Christkind

Etwas ganz Besonderes ist das Nürnberger Christkind. Seit 1933 entzückt es bei der Eröffnung des berühmten Christkindlesmarktes und reist anschließend durch Franken, um viele andere Weihnachtsmärkte und weihnachtliche Veranstaltungen zu besuchen. Alljährlich eröffnet es am Freitag vor dem 1. Advent den Nürnberger Christkindlesmarkt und stattet danach Altenheimen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen und Krankenhäusern einen Besuch ab, um Freude und Weihnachtsstimmung zu verbreiten.

Seit 1969 wird alle zwei Jahre ein Nürnberger Christkind bestimmt – eine junge Nürnbergerin zwischen 16 und 19 Jahren. Zuvor schlüpften Schauspielerinnen in die Rolle des Christkinds. Besonderen Wert legt die Stadt Nürnberg darauf, dass die Figur des Nürnberger Christkinds nicht kommerziell vermarktet wird, sondern sich ausschließlich sozialen und karitativen Auftritten verschreibt. Aber auch Partnerstädte stehen auf dem Programm – bis hin zu den Vereinigten Staaten, in denen das Christkind als Botschafterin Nürnbergs auftritt. Zum Beispiel im Christmas Village in Philadelphia, das nach Nürnberger Vorbild entstand.

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Naschen, bis das Christkind klingelt


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