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Lebkuchen Historie

Lebkuchen aus Nürnberg gehen in die ganze Welt. Und die lange Tradition der Stadt in Sachen „Lebküchnerei“ reicht bis ins Mittelalter zurück. Die Bezeichnung „Nürnberger Lebkuchen" ist geschützt und jeder, der sich welche gönnt, kann sich sicher sein, dass sie auch in Nürnberg hergestellt wurden.

Nürnberg - Hauptstadt des Lebkuchens

Die Geschichte des Nürnberger Lebkuchens begann vor ca. 600 Jahren. Zu dieser Zeit verstand man in Europa unter Lebkuchen einen Honigkuchen. Nach der Mythologie der Ägypter, Griechen, Römer und Germanen war Honig eine Gabe der Götterwelt. Und auch in der Bibel ist die Rede vom "gelobten Land, in dem Milch und Honig fließt". So erklärt sich, daß man in alter Zeit dem Honig als göttlicher Gabe dämonenvertreibende, heilende und lebensspendende Wirkung zugeschrieben hat. Ebenso hatten natürlich alle Speisen und Backwerke, die mit Honig zubereitet waren, diese Eigenschaften.

Klosterbrüder waren die ersten Lebkuchenbäcker

Aus dem Honigkuchen der vorchristlichen Zeit wurde im 13. Jahrhundert in Deutschland der Lebkuchen. In den Klöstern aß man während der Fastenzeit zum starken Bier gerne gepfefferte Lebkuchen, die sogenannten "Pfefferkuchen". „Pfeffer" war damals der Sammelbegriff für alle Gewürze, um deren magenfreundliche Wirkung man in Klosterküchen sehr wohl wußte: Sie fördern die Verdauung und lindern das Völlegefühl. Also würzten die findigen Mönche ihr "panis piperatus" mit allem, was Venedigs Flotte hergab: mit Kardamom und Muskat, Zimt und Ingwer, Anis und Koriander, "Nägelein" (Nelken) und natürlich mit schwarzem Pfeffer.

Nürnberg, die Lebkuchenstadt - seit Jahrhunderten berühmt

Ruhm und Tradition als Lebkuchen-Metropole verdankt Nürnberg seiner verkehrsgünstigen Lage - am Schnittpunkt der alten Salz- und Handelsstraßen, auf denen die "Pfeffersäcke" aus dem Orient über Venedig und Genua hinaufrollten: Gewürz-Nachschub für die Backstuben der fleißigen Lebzelter.

Der zweite wichtige Rohstoff kam aus der nächsten Umgebung: Der urwalddichte, riesige Reichswald rund um Nürnberg wurde nicht von ungefähr "des Deutschen Reiches Bienengarten" genannt. Für den sog. „Zeidler“ wurde der Wald zur Weide „seiner“ Wildbienen und er lieferte Wachs und Bienenhonig in die Stadt. Das Schürfrecht für das "süße Gold" war seit 1350 durch Kaiser Karl IV den Zeidlern verbrieft.

Als 1427 "des Reiches Bienengarten" mit allen Gütern und Rechten durch Kauf an die Stadt Nürnberg fiel, wurden die Privilegien vom "hohen Rat der Stadt" voll anerkannt. Honig blieb auch in der Küche und im Lebküchnerhandwerk des Mittelalters der Süßstoff Nummer eins: Ostindischer Rohrzucker war viel zu rar und teuer. Nach dem heutigen Geldwert kosteten 50 kg zwischen 600 und 700 Euro. Er war also unerschwinglich und deshalb unbekannt.

Nürnberg und Lebkuchen im Wandel der Zeit

Urkundlich nachgewiesen ist ein Nürnberger Lebküchner in der Schmidgassen im Jahre 1395. Ein besonders denkwürdiger Tag für die Nürnberger Lebküchner war im Jahre 1487, als KaiserFriedrich III - er hielt damals gerade einen Reichstag in Nürnberg ab - sämtliche Nürnberger Kinder "so schon zu gehen vermögen..." zu einer großen Bewirtung auf die Kaiserburg einlud. Nahezu 4000 Kinder wurden damals mit einem Lebkuchen beschenkt, dem das Bildnis des Kaisers aufgedruckt war. Vom eigentlichen Handwerk der Lebküchnerei wird offiziell erst im 17. Jahrhundert gesprochen. Nach fast hundertjährigem, vergeblichem Bemühen um Selbständigkeit genehmigte der Rat der Stadt 1643 endlich die Gründung einer eigenen "geschworenen" Nürnberger Lebküchner-Zunft samt "Lade und Herberg".

Seit 1441 waltete in Nürnberg eine Gewürzschau ihres Amtes. Vereidigte Prüfer kontrollierten die Qualität der angelieferten Gewürze.

Der dreißigjährige Krieg brachte einen schweren Niedergang für die Nürnberger Lebküchner, denn Sie bekamen keine Gewürze mehr. Durch die jahrelange zweimalige Belagerung Nürnbergs (Tilly und Wallenstein) war die Stadt von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten. Mühsam mussten dann in fast zwei Jahrhunderten die alten Märkte wieder erschlossen werden.

Die Gewerbefreiheit im Jahr 1867 brachte dann eine glückliche Wende, auch wenn der Übergang von der handwerklichen zur industriellen Herstellung nicht von heute auf morgen vor sich ging. Die Massenproduktion erforderte ja die Entwicklung und den Bau spezieller Maschinen, die für die schweren Lebkuchenteige geeignet waren.

Die beiden Weltkriege brachten aber noch einmal harte Schläge für die Nürnberger Lebkuchenindustrie. Im ersten Weltkrieg herrschte eine unvorstellbare Rohstoff-Knappheit. Im Dezember 1916 wurde das Backen feiner Lebkuchensorten als Luxus untersagt. Den zweiten Weltkrieg überstand praktisch keine der Nürnberger Lebkuchenfabriken ohne Schaden. Einige wurden durch die Bombenangriffe völlig zerstört, alle aber sind heute wieder vollständig aufgebaut, erweitert und modernisiert.

Lebkuchenversand "in alle Land"

Die Nürnberger Lebküchner buken seit jeher aber nicht nur für den Bedarf der Nürnberger Einwohner, sondern auch für den Fernhandel. Auf den alten Handelsstraßen gingen Nürnberger Lebkuchen "in alle Land" und mit ihnen der gute Ruf dieses Nürnberger Erzeugnisses. Auch diese Tradition hat sich bis heute erhalten: Lebkuchen-Schmidt bedient über den Versandweg seine Kunden in der ganzen Welt.

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