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Aachener Printen – Woher hat dieser Lebkuchen seinen Namen?

Aachener Printen

Printen gibt es schon seit dem 15. Jahrhundert. Die typisch längliche Form erhielt das Gebäck, das man zu Weihnachten fast überall findet, weil man es damals in kunstvoll geschnitzte Holzformen drückte. Diese Vorgehensweise wiederum ist für den Namen verantwortlich. Denn der entwickelte sich aus dem englischen “print” und dem dem niederländischen “prent” – beides Worte für drücken bzw. für Werkzeug zum drücken.

Zur Aachener Printe wurde das Lebkuchen-Gebäck erst um 1820. Damals wurde diese spezielle Sorte brauner Lebkuchen erstmals in Aachen gebacken. Heute sind die Aachener Printen regional geschützt. Das heißt, dass nur Printen die in Aachen sowie einigen wenigen Nachbarorten hergestellt werden, Original Aachener Printen genannt werden dürfen.

Aachener Printen und Nürnberg

Um die Herkunft der Aachener Printen ranken sich viele, viele Geschichten. Wir erzählen einfach die, die uns am besten gefällt. Die nämlich besagt, dass es ein aus Nürnberg stammender Bäcker war, der die Printen erfand. Die Nürnberger Lebkuchen im Kopf änderte er das Rezept so ab, dass ein Hartlebkuchen entstand – die Aachener Printe war geboren.

Eine andere Sage erzählt, dass es ein Bäckerlehrling war, der die Printe erfand bzw. wieder auferstehen ließ. Denn angeblich hatte Kaiser Karl das Originalrezept mit ins Grab genommen. Weil die genau Lage der kaiserlichen Grabstätte nicht bekannt war, ging der Lehrling einen Pakt mit dem Teufel ein um an das Rezept zu kommen. Es wurde sodann ein Riesen-Erfolg.

Hart oder weich – jeder mag seine Aachener Printe anders

Die Aachener Printe ist ein Lebkuchen, ein sogenannter Hartlebkuchen. Exotische Gewürze geben dem Teig, der aus Mehl, etwas Eiweiß und Zucker besteht, den typischen Geschmack. Frisch gebacken sind die Printen immer hart. Weil viele das Gebäck jedoch auch gerne weich genießen, werden inzwischen auch weiche Printen angeboten. Jede harte Printe kann aber auch selbst “weich gemacht” werden. Hierfür muss sie einfach nur an der frischen Luft in einem kühlen Raum bei normaler Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Experten schwören ja sowieso darauf, dass eine Printe erst nach einigen Tagen ihr volles Aroma entwickelt …

Rezept für Aachener Printen

Aachener Printen kann man natürlich im Handel fertig kaufen. Wer sie jedoch lieber selbst backen möchte, für den haben wir hier ein Rezept zusammengestellt.

Zutaten:

  • Jeweils ein halber Teelöffel Zimt, Ingwer, Anis, Kardamom und Nelkenpulver,
  • 5g Hirschhornsalz,
  • 200g Zuckerrübensirup,
  • 50g Schweineschmalz,
  • 60g Orangeat,
  • vier Vanilleschoten,
  • 50g Kandiszucker,
  • 300g Mehl,
  • 75g Hagelzucker,
  • ein Eiweiß

Zubereitung: Schweineschmalz und Sirup in einem Topf erhitzen bis sich beides verbunden hat. Dann das Vanillemark aus den Schoten kratzen, das Orangeat hacken und beides samt der Gewürze zu der Masse hinzugeben. Hirschhornsalz und (zerkleinerten!) Kandiszucker ebenfalls dazugeben. Dann am besten in die Rührmaschine umfüllen und das Mehl langsam bei stetigem Rühren hinein sieben.

Der Teig muss nun abgedeckt ein paar Stunden, am besten über Nacht ruhen. Am nächsten Tag wird der Teig noch mal geknetet und dann auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt. Dann die typischen Printen ausschneiden und auf mittlerer Schiene etwa 15 Minuten im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen backen. Fertig.

Aachener Printen und Sauerbraten

Schon die Großmutter wusste, dass Lebkuchen der Braten-Soße den nötigen Pfiff verleihen. Und so können neben Nürnberger Lebkuchen oder Rübenkraut auch Aachener Printen für die Herstellung einer leicht würzig-süßen Sauberbraten-Soße verwendet werden. Das passt vor allem im Advent zu jedem Abendessen. Hierfür wird der Lebkuchen einfach klein gehackt und zur Soße gegeben.

Wie lange sind Aachener Printen eigentlich haltbar?

Wie lange Aachener Printen haltbar sind und aufbewahrt werden können, das richtet sich vor allem danach, wie sie gelagert werden. In einer Dose trocken und kühl gelagert, halten Aachener Printen weit über vier Wochen.

Aachener Printen – eine Kalorienbombe?

Ja, Printen haben es in sich. Obwohl sie eher “harmlos” aussehen, hat eine Printe mit 20 Gramm um die 95 Kilokalorien, eine 100 Gramm schwere Printe kommt auf rund 460 Kilokalorien.

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